Der Netzausbau bedeutet die Erweiterung und Modernisierung der Stromleitungen, um mehr erneuerbare Energie ins Netz einzuspeisen. Da Wind- und Solarstrom wetterabhängig sind, braucht es ein stabiles Netz, um Schwankungen auszugleichen und eine sichere Versorgung zu gewährleisten. Ohne den Ausbau können erneuerbare Energien nicht vollständig genutzt werden, was das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 gefährdet.
Im Regierungsprogramm wurde der »systemdienliche Netzausbau« vereinbart, sowie die Belohnung von netzdienlichem Verhalten, Maßnahmen zur Netzkostensenkung und die Stärkung der Netzinfrastrukturplanung.
Netzausbau systemdienlich vorantreiben
- Netzdienliches Verhalten belohnen/Netztarife
- Gezielte Maßnahmensetzung, um Kosten bei Endverbrauchern zu dämpfen, u.a. durch Anpassungen in der Netztarifstruktur mit Herstellung Verursachergerechtigkeit und stärkere Orientierung an der Leistung sowie stärkere leistungsabhängige Beteiligung von Einspeisern an der Kostentragung und Beanreizung netzdienliches Verhalten.
- Bei Speicheranlangen (laut Elektrizitätsbinnenmarkt-RL) soll
entsprechend ihrer Netzdienlichkeit eine Reduktion der Netzgebühren erfolgen- Die Bundesregierung setzt sich auf europäischer Ebene für eine
verursachergerechte Beteiligung des internationalen Stromtransits
ein (ITC-Ausgleichsmechanismus)- Um Verbrauchs- und Einspeiseflexibilitäten zu nutzen, bedarf es einer Spitzenkappung von neuem Wind und PV-Anlagen
- Der Eigenverbrauch von selbsterzeugter Energie soll optimiert werden. Um eine Optimierung auch im PV-Ausbau zu erreichen, soll paralleler Speicherausbau forciert werden
- Es braucht Rahmenbedingungen für den umfangreichen und kosteneffizienten Einsatz von Speicheroptionen zur Netzstabilisierung und Stärkung der Resilienz des Energiesystems.
Diese Seite wurde zuletzt am 27.2.2025 aktualisiert. Unser Maßnahmenmonitor wird laufend ergänzt. Änderungsvorschläge und Feedback gerne an team@klimadashboard.org.